
In den meisten allgemeinbildenden Schulen dauert eine Schulstunde 45 min. Die "Doppelstunde" dauert 90 min. Ein Schulfach, das 90 min unterrichtet wird, kann auch in zwei Teilgruppen durchgeführt werden. So kann in den ersten 45 min die eine Hälfte der Klasse in die Holzwerkstatt gehen, während die andere Hälfte den Fachunterricht besucht. Danach wird gewechselt. Die erste Gruppe erhält nun den Fachunterricht und die andere Gruppe geht in die Holzwerkstatt.
So kann z. B. in einer dreizügigen Schule, jede Klasse und damit jedes Kind einmal pro Woche 45 min Unterricht in der Holzwerkstatt erhalten, ohne Fachunterricht zu verpassen
| Belegung des Werkstattraumes | ||||
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
| 2a (Gruppe a) | 3a (Gruppe a) | 4a (Gruppe a) | 5a (Gruppe a) | 6a (Gruppe a) |
| 2a (Gruppe b) | 3a (Gruppe b) | 4a (Gruppe b) | 5a (Gruppe b) | 6a (Gruppe b) |
| 2b (Gruppe a) | 3b (Gruppe a) | 4b (Gruppe a) | 5b (Gruppe a) | 6b (Gruppe a) |
| 2b (Gruppe b) | 3b (Gruppe b) | 4b (Gruppe b) | 5b (Gruppe b) | 6b (Gruppe b) |
| 2c (Gruppe a) | 3c (Gruppe a) | 4c (Gruppe a) | 5c (Gruppe a) | 6c (Gruppe a) |
| 2c (Gruppe b) | 3c (Gruppe b) | 4c (Gruppe b) | 5c (Gruppe b) | 6c (Gruppe b) |
So lässt sich die Holzwerkstatt in den Schulalltag integieren, ohne das die Stundentafel geändert werden muss.
Sind 45 min Holzunterricht pro Woche zu wenig?
Bei diesem Konzept passt es sehr gut zu dem Ansatz Schritt für Schritt Kompetenzen aufzubauen, Handwerkzeuge kennen und nutzen zu lernen. Diese Tätigkeit kann körperlich anstrengend sein. Der Schüler oder die Schülerin haben viel beachten, wenn sie das Holz erfolgreich bearbeiten wollen.
Da geht es um die Körperhaltung, stabilen Stand, das Werkzeug richtig zu halten, zu führen, sich das Ergebnis der eignen Aktion anzusehen, evtl. die Abläufe zu korrigieren, sich Verbesserungen überlegen, Vorrichtungen auszuprobieren oder selber Vorrichtungen zu bauen, usw.
Damit möchte ich vor Augen führen, wie komplex die Tätigkeiten sind - und wie leicht sich auch Erschöpfung einstellt.
"Sägen" lernt man nicht, wenn man es einmal gemacht hat. Man lernt es in dem man immer wieder die Erfahrung macht. Und mit jedem Mal werden die Abläufe, die Bewegungen selbstverständlicher, geübter, leichter.